Wie viel Luft brauche ich beim Singen?

Sie gehen gerne in die Chorprobe, weil Sie es schön finden, mit anderen zusammen zu musizieren, neue Lieder zu lernen und Musik zu machen. Es gibt Tage, an denen schon seit Morgen alles schief geht: der Wecker hat nicht geklingelt, das Auto bleibt Mitten auf der Strasse stehen, sie kommen zu spät zur Arbeit und Ihr Chef fragt schon nach Ihnen. Alles läuft nicht wie üblich...

 

Am Abend denken Sie, dass Sie sich mit Musik entspannen und gehen zu Ihrem wöchentlichen Chortreffen. Sie singen sich gemeinsam ein und fangen an das Stück zu lernen. Während des Singens bekommen Sie einen Kloß in den Hals und müssen lange Husten... Sie können nicht mehr singen und gehen aus dem Raum um Wasser zu trinken. 

 

Die Situation ist bekannt. Haben Sie schon versucht, zu reflektieren und zu überlegen, warum Sie den Kloß in den Hals bekommen haben?

 

Man darf die Stimme und unseren Körper nicht unterschätzen. Jedes mal, wenn Sie eine Stresssituation erleben, gehen Sie außer Atem. Warum? Weil Stress den Atemdurchgang blockiert. Wir fangen an, zu hoch zu atmen und merken es selbst nicht. 

 

Wenn Sie mit hohem Atem anfangen zu singen, und atmen noch zu viel Luft ein, der Luftstrom drück auf den Kehlkopf (wo die Stimmbänder sich befinden) und als Resultat kommt der Husten oder bricht die Stimme. Jedes Mal, wenn Sie den Reiz im Hals spüren, nehmen Sie sich Zeit und atmen Sie paar mal durch tief in den Bauch ein. Diese Übungen hilft Ihnen die Atmung zu normalisieren.  

 

Die meisten Menschen denken: um gut zu singen, brauchen wir viel Luft. Leider muss ich Sie enttäuschen... Um gut zu singen, brauchen wir nicht mehr Luft als beim Sprechen! Wir sollen lernen, mit wenig Luft umzugehen, damit wir keine Spannungen im Oberkörper, Hals und Mund-Bereichen einbauen. 

 

Damit Sie lernen, weniger einzuatmen, machen Sie die Übung „die Kerze“ (wenn Sie aber keine Kerze haben, nehmen Sie ein kleines Stück Papier). Machen Sie die Kerze an und atmen Sie so aus, dass sich die Flamme überhaupt nicht bewegt. Wenn Sie mit einem Stück Papier üben, soll der gleiche Effekt sein: das Papier flattert gleichmäßig und wenig.

 

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