Wie singe ich mich richtig ein?

Sie kommen zur Probe oder Sie gehen auf die Bühne, fangen an zu singen und merken, dass Ihre Stimme nicht läuft. Es gibt eine Spannung im Hals, dann versuchen Sie noch mehr zu geben, um die Stimme zu wecken. Eine Weile funktioniert sie gut. Nun nachdem Sie gesungen haben, ist sie doppelt so müde als normalerweise. 

 

Kennen Sie das Gefühl? Das passiert, wenn man die Stimme nicht richtig oder nicht genug aufgewärmt hat. Diese 5 bis 10 Minuten vorm Gesang sind enorm wichtig, um den Körper und die Stimme einzustellen.

 

Wie können Sie diese kurze Zeit mit maximalem Resultat nutzen, erzähle ich Ihnen aus eigener Erfahrung. Ich habe auch nicht immer die Möglichkeit, meine Stimme lang und schön aufzuwärmen, deshalb habe ich bestimmte Übungen erfunden, die mir helfen, die Balance schnell zu finden. Zu meinen Lieblingsübungen beim Aufwärmen gehören die zwei. 

 

Zuerst fange ich mit Lippen-flattern an, nur auf 3 Stufen 3-2-1-2-3. Diese Übung ist toll, um die Atmung einzustellen, denn, um mit Lippen zu flattern, brauchen wir nicht viel Luft, sondern wir nehmen ganz bisschen und ziehen die Luft immer weiter. Dabei schließen die Stimmbänder auch sanft und entspannt. Es ist wichtig von oben anzufangen, denn mit dem ersten Ton schon soll ich meinen Körper innerlich strecken, mehr inneren Platz machen. 

 

Die zweite Übung mache ich auf „u“ und „i“ abwechselnd. Diesmal nehme ich eine Quinte: 5-4-3-2-1. Auch hier ist wichtig, nicht zu viel einzuatmen und mit weniger Luft besser umzugehen. Auf „u“ kann ich schauen, ob sich mein Kiefer genug entspanne, denn die Stimme soll rausgehen und schön nach außen fliessen. Ich setzte dazu noch ein kleines Lächeln an, weil es die Stimme glänzender und tragender macht.

 

In diesem Video zeige ich, wie ich die Übungen genau mache: https://youtu.be/66rwjTakEKo

 

Text: Ekaterina Kardakova 


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